Collage | ein Spielraum

Collagen zu gestalten ist auf vielfältige Weise möglich. Es ist immer ein Spiel mit Bruchstücken oder Fragmenten. Aus einer alten Schneide- und Klebetechnik wird ein offener Spielraum der eigenen Phantasie und fürs individuelle künstlerische Spiel.
Mir bereitet das seit längerer Zeit großes Vergnügen, Fragmente, Fundstücke oder einfach Materialien, Buchstaben, Worte, Textstücke in einer Weise miteinander zu kombinieren, miteinander in eine Beziehung setzen, wie ich es vorher nicht kannte, wie es “nicht normal” ist oder wie es einfach reizt.

  • Aus einzelnen Worten entstehen entstehen neue Phrasen. Aus groß gedruckten Buchstaben entstehen zuerst Buchstaben-Fragmente und aus diesen Fragmenten neue Bilder.

    Auch selbst und von Hand Geschriebenes kann Teil einer Collage werden.

  • Farbflächen sind Ausgangsmaterial, um gerissene oder geschnittene Fragmente zu erhalten. Farbflächen findet man in Zeitschriften, Plakaten, Fotografien oder sie werden mit Farben selbst hergestellt - manchmal hat man zu viel Farbe im Pinsel oder der Walze und bringt diese Farbe anstatt in den Abfluss auf eine leere Papierfläche.

  • Was man alles aus einer Fotografie als Fragment herauslösen kann …

  • Es braucht schon ein bisschen Mut, um sich mit Fragmenten anzufreunden, aus einem Satz nur zwei Worte, von einem Wort nur die Hälfte, aus einer Fotografie nur ein Teilchen zu verwenden.

    Aber es braucht auch ein bisschen Mut, Kombinationen zu versuchen (zu riskieren), die nicht nahe liegend, “richtig” oder “normal” sind. Ich schiebe die Fragmente gerne lange hin und her, bevor ich sie fixiere, bevor ich sie festlege. Aber jeden Zwischenschritt kann man gut als Foto mit dem Smartphone “festhalten”.